
…nicht von dieser Welt
Im Zentrum dieses Abends steht ein epochales Meisterwerk: Schuberts «Der Tod und das Mädchen». Der Tod tritt hier nicht als Schrecken auf, sondern in Gestalt einer Frau. Sie umarmt Franz Schubert und Ezio Bosso, beide musikalische Lichtgestalten im Ringen um ihr frühes Ende und im Streben nach Schönheit. Und so wird die Musik mit dem Tanz zu einer bitter-zärtlichen Annäherung an ein Ende, das in der Kunst Versöhnung findet und Musik und Gemeinschaft bis zuletzt als Kraftquelle für das Leben begreift. Was diesen Abend «nicht von dieser Welt» ausmacht, ist die Verbindung dieser Musik mit persönlichstem Ausdruck im Tanz. Giulia Tonelli, in Pisa aufgewachsen, war Primaballerina des Balletts Zürich und tanzte am Royal Ballet sowie am Teatro alla Scala; durch den Kinofilm «Becoming Giulia» (2022) wurde sie einem breiten Publikum bekannt. Marc Jubete Bascompte ist seit 2016 Solist beim Hamburg Ballett und schuf als Choreograf Werke u. a. für das Bundesjugendballett. Michele Pastorini, in Sizilien geboren, war Erster Solist am Kroatischen Nationaltheater Rijeka und verbindet in seiner Choreografie kraftvolle Körperlichkeit, Theatralik und einen menschzentrierten Ansatz. Das musikalische Fundament legt eine Streichquartettformation der CHAARTS – des 2010 am Künstlerhaus Boswil gegründeten international erfolgreichen Schweizer Ensembles.
- Franz Schubert — Streichquartett d-Moll «Der Tod und das Mädchen», D 810
- Ezio Bosso — Streichquartett Nr. 5 «Music for the Lodger»
- — Briefe von Schubert und Bosso









